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VR und 360VR und AR brauchen neue Kooperationspartner: Elle Langer im Gespräch

VR und 360VR und AR brauchen neue Kooperationspartner: Elle Langer im Gespräch

Die Medien sind in einem ständigen Wandel und alle Akteure in einem permanenten Anpassungsprozess. Gleichzeitig sind Sie aber angehalten, selber Innovationen zu produzieren. Gründerin und Geschäftsführerin Elle Langer hat diesen Wandel mit der pimento medienproduktions GmbH zweimal erfolgreich durchlaufen. Heute ist sie Vorstandsmitglied im Virtual Reality Berlin Brandenburg e.V. (VRBB).

Elle Langer, was treibt Sie an?

Neuartige Medienprojekte zu entwickeln und innovative Geschichten erzählen haben mich immer schon begeistert. Ich möchte Menschen begeistern, zum Lachen und Nachdenken bringen und dabei selber dazulernen. Das tue ich seit 1994 und am liebsten in Teams. Zusammen mit unterschiedlichen Partnern haben wir dafür mehrere Firmen und Agenturen gegründet – auch projektbezogene Produktionsfirmen. Zwei Firmen sind heute noch aktiv: Die Pimento Medienproduktions GmbH und die Werbeagentur smack communication GmbH.

Und was genau macht Pimento

Pimento gibt es heute zweimal. Einmal die Agentur Pimento-formate, mit der ich innovative Kommunikationsstrategien für AR und VR Projekte entwickle. Beispielsweise für einen öffentlich-rechtlichen Sender oder für namhafte NGOs.Dann gibt es die Pimento Medienproduktions GmbH. Seit 2000 produzieren wir innovative Medienprojekte. Einige wurden ausgezeichnet. Die Digitalisierung und der enge Medienmarkt hat die Pimento Medienproduktions GmbH vor die Herausforderung gestellt, sich zu verändern. Das war in erster Linie meine Weiterentwicklung als Geschäftsführerin, um zu verstehen wie digitale Geschäftsmodelle mit Content funktionieren. Die Pimento Medienproduktions GmbH stellt sich gerade als Produzent für AR-, VR- und 360° Video-Projekte und digitale Medien auf. Das heißt, wir produzieren für unsere Kunden VR- und AR-Projekte und 2D-Videos für innovative Kampagnen. Das sind zum Beispiel 360°VR-Dokus oder AR-Edutainment-Formate, die in den Medien und für Events eingesetzt werden. Das Besondere ist, sie emotionalisieren stark und erzielen dadurch eine hohe Aufmerksamkeit. Wir entwickeln Kommunikationsstrategie und beliefern die Kampagnenlösung für Kunden oder Werbeagenturen gleich mit. Für klassische Medienproduzenten ist das neu. Dafür entwickeln wir uns gerade weiter und machen Kooperationen mit Programmierern und 3D-Technikdienstleister.

Virtual Reality ist Ihre Leidenschaft. Wie kamen Sie dazu?

2014 kam ich das erste Mal mit den immersiven Medien Virtual und Augmented Reality in Kontakt. Die Kraft von VR und AR hat mich sofort begeistert. Vor allem, was es mit uns Menschen macht. Bei meinem ersten VR-Erlebnis spürte ich meine eigenen physischen Grenzen, mir wurde schwindelig. Doch nach kurzer Zeit realisierte ich, dass ich mich in VR „gefühlt“ an besondere Orte begeben kann. Zum Beispiel mich mit Freunden zum Sonnenuntergang am Strand von Malibu treffen. Oder ich konnte plötzlich fliegen. Ein irres Gefühl. Genau darin sehe ich das Potential auf neuartige Weise Geschichten zu produzieren. Hier sehe ich auch neue Geschäftsmodelle für die Medienwirtschaft, zum Beispiel im Bereich Unterhaltung, Kommunikation und Bildung. Das Gleiche gilt übrigens auch für Augmented und Mixed Reality.

Sie engagieren sich ehrenamtlich im Virtual Reality Berlin Brandenburg e.V. (VRBB), sind im Vorstand des Vereins. Mit welchen Zielen?

Ich hatte das Glück, bei einer media:net-Veranstaltung Ernst Feiler (Herstellungsleiter UFA) wiederzutreffen. Er erzählte mir vom Virtual Reality Berlin-Brandenburg e.V.. Ab dann war ich dabei. 2016 gründeten rund 25 etablierte Unternehmen, Startups und Forschungsinstitutionen (UFA, Exozet, INVR, Fraunhofer-HHI, Filmuni Konrad Wolff u.v.a.) den VRBB. Das Ziel des VRBB ist, ausgehend von der Hauptstadtregion, ein Ökosystem für die Unternehmen zu schaffen, die bereits im AR- und VR-Bereich aktiv sind, damit sie weiter wachsen können.Warum? In meinen Augen sind VR und AR das nächste Level der digitalen Transformation. Die Immersiven Medien werden in fast allen Branchen eingesetzt. Sie optimieren Prozesse, man kann besser lernen und der Unterhaltungswert ist hoch. Der Wettbewerb ist international. Deshalb stellt der VRBB sich international auf und vernetzt die Mitglieder mit anderen Branchen und global Playern in Europa, USA und China. In den Ausbau geben alle sieben Vorstände viel Energie rein. Seit 2017 bin ich Teil des VRBB-Vorstandes. Das hat mich sehr gefreut und ich nehme diese Aufgabe ernst. Hier koordiniere ich unter anderem die interne und externe Kommunikation des VRBB und fördere den Wissenstransfer unter den Mitgliedern. Wir lernen alle noch dazu und es macht Spaß.

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